Die Rekordjagd bei den Energiepreisen nimmt kein Ende. Öl und Gas sind so teuer wie kaum jemals zuvor, und eine echte Trendwende bei der Kostenexplosion ist nicht abzusehen. Das bedeutet: Auf Haus- und Wohnungsbesitzer wie auch auf Mieter kommen weitere drastische Kostensteigerungen für Heizenergie zu.
Es gibt mehrere Gründe für diese Entwicklung – der wichtigste ist die enorm wachsende Nachfrage nach Öl aus den USA und aus Fernost. Spekulanten nutzen jede politische Unsicherheit im Nahen Osten, um die Preise weiter nach oben zu treiben. Die Rechnung zahlen wir alle: Der Deutsche Mieterbund und das Statistische Bundesamt haben ausgerechnet, dass die Heizkosten in den vergangenen 5 Jahren für Gas um durchschnittlich 30%, für Öl sogar um 35% gestiegen sind. Für eine Wohnung mit 70 m² bedeutet das jährliche Mehrausgaben von 135 € (Gas) und 159 € (Öl). Die Lösung um aus dieser Kostenspirale herauszukommen kann nur heißen: Energie und Heizkosten sparen, wo immer es geht.
Heizenergie-Verluste am Haus
Der Austausch eines technisch veralteten Heizkessels gegen eine moderne Heizungsanlage ist unter Kosten-Nutzen-Aspekten unabdingbar bei
Energiesparmaßnahmen am Haus. So erreicht beispielsweise die moderne Ölheizung einen Jahresnutzungsgrad von 92 und mehr Prozent und verbraucht bis zu fast einem Drittel weniger Brennstoff als eine alte Anlage. Doch in Altbauten, die zu einer Zeit entstanden, als Wärmeschutz noch kleingeschrieben wurde, können durch so genannte Wärmelecks beachtliche Energieverluste entstehen. Die ersten Maßnahmen müssen also der Abdichtung der Gebäudehülle dienen - durch neue Fenster und eine energetische Fassaden-, Decken- und Dachsanierung. Am so erreichten Standard kann dann die Dimensionierung der neuen Heizung ausgerichtet werden.
Fenster sind die größte Schwachstelle
Dazu gehören in erster Linie die energetische Fassadensanierung mit einem Wärmedämmverbundsystem und dem Einbau von Wärmeschutzfenstern. Um insgesamt bis zu 80 Prozent kann der Energiebedarf eines älteren Hauses mit einer Komplett-Wärme-Sanierung - also neue Heizung plus Wärmedämmung plus neue Fenster - reduziert werden. Das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) hat zusammengestellt, wie viel Energie durch Wärmelecks verloren geht und diese Werte in Heizöl umgerechnet. Bezogen auf die einzelnen Gebäudeteile sind danach die Fenster die größte mögliche Schwachstelle am Haus. Je nach Verglasung können zwischen 10 und 40 Liter Heizöl pro Quadratmeter Fensterfläche und Jahr verloren gehen. Bei durchschnittlich 30 m² Fensterfläche eines Einfamilienhauses wären das zwischen 300 und 1.200 Litern Heizöl.
Noch immer sind nach Expertenmeinung rund zwei Drittel aller Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland renovierungsbedürftig, viele davon haben immer noch veraltete Fenster. Welche Konsequenzen das hat, erkennt man im Thermografie-Bild (links), aufgenommen vor dem Einbau neuer Fenster: die gelb-roten Farbflächen zeigen die enormen Wärmeverluste durch altersbedingte Undichtigkeiten, eine simple Rahmenkonstruktion und die Einfachverglasung.
Was unterscheidet Billig-Fenster von Qualitätsfenstern?
Ganz anders beim Thermografie-Bild (rechts): Hier wurden neue Weru-Fenster eingebaut - die Wärme bleibt im Haus. Dafür gibt es gute Gründe: Die hochwertige Rahmenkonstruktion aus mehreren Kammern – wie sie beispielsweise die Weru AG bei ihren Fenstern verwendet - sorgt für effektive Dämmung: Sie macht einen wichtigen Unterschied aus zwischen Billig-Fenstern und Qualitätsfenstern. Letztere besitzen außer den Luftkammern eine exakt darauf abgestimmte Bautiefe als Basis für effektiven Wärmeschutz. Für echte Stabilität im Rahmen sorgen bei Qualitäts-Kunststofffenstern zusätzliche Stahlverstärkungen. Hochwertige und langlebige Beschläge halten auch bei starken Temperaturschwankungen Rahmen und Flügel zusammen und damit das Fenster dicht. Apropos dicht: Bei den umlaufenden Kunststoffdichtungen gibt es ebenfalls Qualitätsunterschiede – z.B. in der Art und Weise, wie sich die Dichtungen wieder zurückstellen und wirklich dicht halten. Neue Fenster haben ein speziell abgestimmtes Dichtungssystem. Dies verhindert bei geschlossenen Fenstern einen Wärmeverlust zwischen Flügel und Rahmen und spart zusätzlich teure Energie. All das sind unabdingbare Kriterien, die es bei der Auswahl der Fenster zu berücksichtigen gilt, wenn man wirklich Energie sparen will.
Die optimale Ergänzung zum hochwertigen Rahmen und der technischen Ausstattung eines energiesparenden Weru-Fensters ist eine Wärmeschutzverglasung mit einem Ug-Wert von mindestens 1,1 W/m²K – also besser als es die Energieeinsparverordnung verlangt (1,5 W/m²K).
U-Wert: den sollten Sie kennen!
Beim Energiesparen durch neue Fenster spielt der U-Wert eine sehr wichtige Rolle. Der Uw-Wert (w = window) gibt an, wie viel Wärmeenergie bei einem kompletten Fenster von innen nach außen verloren geht. Je kleiner der Wert (gemessen in Watt je Quadratmeter und Kelvin: W/m²K), desto besser der Wärmeschutz.
Der Ug-Wert (g = glass) benennt den Wärmeenergieverlust durch das Glas. Bei Qualitäts-Fenstern liegt der Ug-Wert jetzt standardmäßig bei 1,1 W/m² K und damit deutlich unter dem von der Energieeinsparverordnung geforderten Mindestwert von 1,5 W/m²K.
Zum Vergleich:
Alte Fenster mit Einfachverglasung: Uw = 5,0 W/m²K
Normale Fenster mit herkömmlichem Isolierglas: Uw = 2,5 W/m²K
Mindest-Vorgabe laut Energieeinsparverordnung: Uw = 1,7 W/m²K
Qualitäts-Fenster (je nach Ausführung): Uw = 1,5 W/m²K bis
Wärmeschutzfenster: Uw = 0,8 W/m²K
Ein um 0,1 W/m²K niedrigerer Uw –Wert spart je Quadratmeter Fensterfläche etwa 1,2 Liter Heizöl!
Einfach verglaste Fenster haben einen U-Wert von etwa 5,0 W/m²K. 30-35 m² der Fassade eines normalen Einfamilienhauses sind Fensterfläche. Bei neuen Weru-Qualitätsfenstern - etwa mit einem Uw-Wert von 1,1 W/m²K - ergibt sich eine Verbesserung um Faktor 39 (50-11=39) x 1,2 Liter = 46,8 Liter Heizöleinsparung je m² Fensterfläche. Für die neuen Fenster sind im Schnitt 7.000 € anzusetzen. Das bedeutet: es vergehen keine 8 Jahre, dann haben sie sich für den Bauherren schon rentiert. Hochwertige Qualitätsfenster halten etwa 40 Jahre, daraus errechnet sich eine Gesamteinsparung von knapp 36.000 €.
Auf den fachgerechten Einbau kommt es an
Auch wenn die technischen Voraussetzungen bei den neuen Fenstern stimmen und echte, also von neutraler Instanz geprüfte Qualitätsmerkmale vorliegen, bleibt immer noch ein möglicher Schwachpunkt, der alle Anstrengungen und den finanziellen Einsatz zunichte machen kann: die Montage!
Fachleute schätzen, dass in den meisten Fällen bei Fenstereinbauten nach der Befestigung die Anschlussfuge lediglich gedämmt wird. Bei dieser Methode kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Bauanschlussfuge zum umgrenzenden Mauerwerk hin – wie erforderlich – luftdicht ist.
Basisanforderung der Montage ist zunächst die ausreichende und dauerhafte Befestigung der Bauelemente in der Außenwand. Undichte Stellen in der Verbindung zwischen Fenster und Wand, der so genannten Bauanschlussfuge, müssen unbedingt vermieden werden. Raum- und Außenklima sollen strikt getrennt bleiben. Außerdem muss die Konstruktion in der Lage sein, eventuell in die Anschlüsse eindringende Feuchtigkeit nach außen abzuführen. Durch die heutigen Anforderungen der „luftdichten Bauweise“ werden der Abtransport von Feuchtigkeit und der natürliche Luftaustausch durch winzige Ritzen oder Öffnungen in der Gebäudehülle praktisch vollständig verhindert. Aus energie-relevanter Sicht ist das auch in Ordnung, es hat aber zur Folge, dass viel mehr und konsequenter manuell oder mit einem entsprechenden System gelüftet werden muss. Während sich der Feuchtegehalt im Raum auf diese Weise relativ leicht senken lässt, kommt es bei der Oberflächen-Temperatur der Außenbauteile darauf an, ob die Konstruktion sachgerecht gedämmt und abgedichtet ist. Das gilt auch für die Bauanschlussfuge zwischen Fenster und Wand. Die EnEV fordert eine dauerhaft luftundurchlässige Abdichtung der Fugen. Selbstverständlich muss auch die Fuge umlaufend zwischen Fenster und Mauerwerk luftundurchlässig geschlossen werden. Einputzen allein genügt nicht. Zusätzliche Materialien wie z.B. Folien, Bänder oder spritzbare Dichtstoffe erbringen diese geforderte Luftdichtheit.
Wenn Raumluft und Feuchtigkeit in die Konstruktion und in den Funktionsbereich eindringen, können Stockflecken, Schimmelpilzbefall, ablösende Tapeten, nässende Wände bis hin zu massiven Schäden der Bausubstanz die Folgen sein. Logisch, dass dann auch der Wärmeschutz nicht mehr vollständig funktionieren kann. Einen professionellen Einbau gewährleisten beispielsweise die Montage-Experten der Weru-Fachbetriebe, die nach den gültigen RAL-Kriterien einbauen, wozu auch die optimale Abdichtung der Anschlussfugen gehört.
„Passkontrolle“ bei Vermietung und Verkauf
2008 kommt der Gebäude-Energieausweis. Darin wird ein Haus nach dem für den Betrieb notwendigen Energieeinsatz beurteilt. In jedem Fall
vermittelt der Energieausweis einem Käufer oder Mieter sehr gute Anhaltspunkte, ob mit hohem oder niedrigem Energieverbrauch und entsprechenden Kosten zu rechnen ist. Vermieter oder Verkäufer einer Immobilie sind ab 2008 verpflichtet, den Energieausweis auf Anfrage des Interessenten vorzuweisen. Existiert dieses Dokument nicht, droht sogar ein Bußgeld. Im Energieausweis stehen übrigens auch Empfehlungen für energetisch sinnvolle Modernisierungen. Günstig für einen raschen Vertragsabschluss mit dem Mieter und zugleich wertsteigernd beim Verkauf, wenn diese Maßnahmen bereits durchgeführt wurden.
Fazit: Neue Fenster rechnen sich auf jeden Fall – sie sparen Energie und damit Heizkosten, unterstützen so auch den Klimaschutz, sie steigern zugleich den Wohnkomfort, erhöhen den Wert des Hauses und erhalten die Gebäudesubstanz.
Quelle: weru